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Dialog

Auf dieser Seite gibt es praktischen Rat zu Themen rund ums Berufsleben, insbesondere aus Sicht hochsensibler Menschen. Viele bewährte Regeln und Ratschläge funktionieren für Hochsensbile nicht so gut, weil Hochsensible Dinge anders wahrnehmen und verarbeiten. Die Überlegungen auf dieser Seite entstammen überwiegend eigener Erfahrung, da es bisher kaum speziellen Rat für Hochsensible gibt. Und sie wollen ausdrücklich einladen zum Dialog.

Wenn Sie hochsensibel sind, dann lassen Sie mich wissen, ob meine Gedanken für Sie hilfreich sind. Und steuern Sie gern auch Ihre eigenen Erfahrungen bei! Ich nehme sie gern auf und ergänze sie hier. Schreiben Sie eine E-Mail an info@rluengen.de oder rufen Sie unter 040 28 41 09 45 an. Vielen Dank!

Introvertiert: Wie Sie Herausforderungen meistern
Perfektionismus: Wann ist genug genug?
So begegnen Sie der Tyrannei der E-Mails


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Introvertiert: Wie Sie Herausforderungen meistern

Hochsensibel, schüchtern, introvertiert – was ist was? Wo sind Unterschiede, wo Gemeinsamkeiten? Diese Fragen interessieren mich sehr. So viel ist klar: Hochsensibilität und Introversion überschneiden sich stark und sind leicht zu verwechseln, auch wenn sie nicht dasselbe sind. 70 Prozent der Hochsensiblen sind introvertiert. Die Herausforderungen, wie auch die Stärken Introvertierter ähneln denen der Hochsensiblen.

Diversität (Vielfalt) gilt als Überlebensvorteil einer Gruppe oder Art. In unserer einseitig extrovertierten Kultur vergessen wir das leicht. Wenn Sie introvertiert sind – wie können Sie die extrovertierten Herausforderungen des Lebens meistern?


Stärken kennen und nutzen

> Als introvertierter Mensch brauchen Sie ein Bewußtsein dafür, wo ihre Stärken liegen. Auf der Arbeit sind Sie wahrscheinlich gut, wenn es um gründliche Analyse, um das Abwägen von Risiken oder einfach ums Dranbleiben geht. Die Kommunikation bereichern Sie mit ihren Fähigkeiten zuzuhören, den Gesprächspartner ernstzunehmen und ihn zu ermutigen. All das ist eine unverzichtbare Bereicherung für eine überwiegend extrovertierte Welt.

Extrovertierte Menschen beziehen ihre Energie aus der Interaktion mit anderen, introvertierte dagegen aus sich selbst. Extrovertierte sind risikofreudig und tatkräftig, Introvertierte vorsichtig und nachdenklich. Beide Temperamente haben ihre Berechtigung, beide sind nötig, beide haben ihre Vor- und Nachteile, aber keiner ist besser oder schlechter.

Welche Erfahrungen haben Sie mit solchen Herausforderungen gemacht? Schreiben Sie an info@rluengen.de oder rufen Sie an unter 040 28 41 09 45.


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Perfektionismus: Wann ist genug genug?

In 20 Prozent der Arbeitszeit werden 80 Prozent der Ergebnisse erzielt. Das sagt die 80/20-Regel (auch als Pareto-Prinzip bekannt). Mit weiteren 20 Prozent Einsatz erreichen wir schon 95 Prozent. Das sollte in den meisten Fällen reichen. Der Bericht an den Chef oder die Präsentation für die Abteilung muß nicht hundertprozentig perfekt sein.

Dennoch neigen viele Menschen dazu, all ihre Arbeiten makellos und absolut fehlerfrei machen zu wollen. Sie verausgaben sich so sehr, daß ihnen ihr Perfektionismus zum Karrierehindernis wird. Dabei wird absolute Perfektion nicht mal in Bereichen mit Null-Fehler-Toleranz gefordert. Im Flugzeugcockpit beispielsweise kooperieren statt dessen einfach zwei zwar bestens ausgebildete, aber dennoch unvollkommene Menschen. Wie läßt sich Perfektionismus angehen?


Den Perfektionismus anpacken

> Wenn Sie selbst zum Perfektionismus neigen, dann werden Sie feststellen, daß die 80/20-Regel als Argument zwar einleuchtet, aber nichts ändert. Perfektionismus ist eine tiefsitzende Lebensstrategie, die sich nicht eben mal durch Umdenken ändern läßt. Er verspricht uns einen Nutzen – Sicherheit, Erfüllung, Anerkennung. Vielleicht kennen Sie überhohe Anforderungen aus der Kindheit: Auf dem Schulzeugnis wurden nicht die Einsen gefeiert, sondern die Zweien moniert.

Also was können Sie tun? Je nach angestrebtem Schwierigkeitsgrad gibt es verschiedene Möglichkeiten. Beispiele:

Und vielleicht verändert sich schon etwas, wenn Sie sich einen Zettel mit diesem Satz an eine für Sie gut sichtbare Stelle hängen: Nicht meine Vollkommenheit, sondern meine Menschlichkeit macht mich sympathisch.

Welche Erfahrungen haben Sie im Kampf gegen den Perfektionismus gemacht? Welche Tips haben Sie? Ich freue mich auf Ihre Beiträge. Schreiben Sie an info@rluengen.de oder rufen Sie an unter 040 28 41 09 45.


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So begegnen Sie der Tyrannei der E-Mails

Fange jeden Tag mit etwas Großem, Bedeutsamen an. So lautet eine Erfolgsregel. Also: E-Mails frühestens mittags sichten. Sie sind weder groß, noch bedeutsam. Wer schon morgens mit den Mails anfängt, beginnt den Tag reaktiv - es ist schwer, später auf aktiv umzuschalten.

Diese Erfahrung habe ich in meinem früheren Job leidvoll machen müssen. Die Arbeit unserer Abteilung bestand vor allem daraus, auf E-Mails zu reagieren. Und in einem weltumspannenden Konzern sammelt sich da über Nacht einiges an. Es war unglaublich schwer, nach dem Abarbeiten der Mails noch genügend Konzentration und Energie zusammenzukratzen, um auch mal eine größere Aufgabe in Angriff zu nehmen – zumal ständig neue Mails hereintröpfelten.

Seit ich mir die Arbeit selbst einteilen kann, genieße ich es, den Tag mit kreativen Dingen zu beginnen: Coachinggespräche vorbereiten, Seminarthemen recherchieren, Ideen festhalten. Die E-Mails kommen oft erst am Abend dran. Aber ist das nicht zu spät? Gilt die E-Mail nicht als schnelles Medium? Wird nicht eine schnelle Antwort geradezu erwartet?

Es sind genau diese Gedanken, die die eigentlich segensreiche Erfindung zur Tyrannei machen. Sofern es Ihnen möglich ist: Haben Sie Mut, E-Mails zu entschleunigen. Lassen Sie es Ihr Team, Ihren Vorgesetzten oder Ihre Kunden wissen, daß Sie im Interesse Ihrer Produktivität oder eines guten Kundendienstes E-Mails nur zu bestimmten Zeiten sichten. Für dringende Anliegen gibt es ja das Telefon (und gegebenenfalls das unübersehbare rote Blinklicht des Anrufbeantworters).


Als hochsensible Person E-Mails beantworten

Wenn Sie die Mails abrufen, dann sollten Sie auch genügend Zeit zum Beantworten haben: Die beste Zeit zum Formulieren der Antwort ist fast immer der Moment nach dem Lesen – so eine andere Erfolgsregel. Dann ist nämlich die Motivation am höchsten. Doch das – merke ich – fällt mir schwer. Und Ihnen?

Wenn Sie, wie ich, hochsensibel sind, dann gelingt Ihnen das wahrscheinlich nur bei relativ belanglosen Nachrichten: Ein Freund hat auf Facebook geschrieben. Xing weist auf den Geburtstag eines Kontaktes hin. Jemand meldet sich aus dem Urlaub zurück. So etwas läßt sich schnell beantworten. Doch das widerspricht der Regel, die wichtigen Dinge zuerst zu erledigen.

Für mich fühlt es sich dennoch besser an, das störende „Hintergrundrauschen“ der Belanglosigkeiten zu beseitigen, bevor ich mich dem Wichtigen widme. Die viele ungelesenen Mails geben keine Ruhe. Sie schreien förmlich danach, geöffnet zu werden, so daß ich mich nicht auf das Wichtige konzentrieren kann. (Ich gehöre aber ohnehin zu den Menschen, die beim Tapezieren eines Zimmers mit den Ecken und Kanten beginnen. So ist zwar nach Stunden scheinbar kaum etwas geschehen, aber der Rest der Arbeit ist einfach und schnell erledigt. Andere beginnen lieber mit den glatten Wänden. Das gibt ein schnelles Erfolgserlebnis, aber die kleinteilige Arbeit zieht sich oft lange hin.)

Wie geht es Ihnen mit diesem Punkt? Welche Erfahrungen machen Sie?


Zeit für Entscheidungen nehmen

Besonders herausfordernd für hochsensible Personen sind Entscheidungen. Es gibt so viel zu bedenken. Welche Auswirkungen hat meine Entscheidung? Kann ich das Erwartete leisten? Mute ich mir nicht zu viel zu, wenn ich den Termin zusagen? Was läuft am Tag davor, was am Tag danach? Finde ich die nötige Auszeit, um im entscheidenden Moment zur Topleistung auflaufen zu können?

Ich selbst vermeide es möglichst, zu schnell zu entscheiden. Mir hilft dann oft, die Mail wieder als ungelesen zu kennzeichnen, sie zu „überschlafen“ und erst am nächsten Tag zu beantworten. Dann ist meine Zwischenablage geleert, das Unterbewußtsein hat die Fakten sortiert, die Entscheidung fällt leichter. Allerdings steigt damit die Gefahr, daß eine wichtige Mail einfach nach unten wegrollt: Aus den Augen, aus dem Sinn.

Darf man eine wichtige E-Mail einen Tag lang liegen lassen? Statt einer Antwort hier eine Alltagsbeobachtung: Immer wieder beobachte ich in Bus oder S-Bahn Menschen bei SMS-Dialogen. Sie daddeln minutenlang auf ihrem Telefon herum, warten minutenlang auf das Piepsen der Antwort, daddeln weiter, warten wieder. Eigentlich genügte ein Anruf, und in einer Minute wäre alles besprochen. Aber es scheint eine Faszination in der Langsamkeit des SMS-Schreibens zu liegen. Und dahinter wohl eine generelle Sehnsucht nach Entschleunigung. Also: Haben Sie den Mut, Ihre Kommunikation zu entschleunigen. Die meisten Menschen sehnen sich danach.

Aber wie verhindern Sie, daß ihnen wichtige Mails wegrutschen? Ich freue mich, wenn gerade unter Hochsensiblen ein Dialog zu diesen Themen zustande kommt. Schreiben Sie an info@rluengen.de oder rufen Sie an unter 040 28 41 09 45.


Ihre Zuschriften – Ihre Tips

> Als Antwort auf den letzten Newsletter habe ich Zuschriften mit vielen guten Tips und Erfahrungsberichten erhalten. Vielen Dank den fleißigen Schreibern! Nicht alles kann ich hier veröffentlichen, und Persönliches bleibt ohnehin vertraulich. Aber hier wenigstens einige Tips, der besseren Übersichtlichkeit halber gekürzt und teilweise zusammengefaßt:

(Danke, M. und H., für die vielen guten Gedanken, von denen leider nur wenige hier erscheinen können.)


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Stand: Oktober 2012
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