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Newsletter Oktober/November 2015

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Schwung: Newsletter Oktober/November 2015




Liebe Leserin, lieber Leser,

wieder erschüttert islamistischer Terror die westliche Welt. Schüsse und Explosionen in Paris. Das Fußballspiel in Hannover, zu dem alle demonstrativ erscheinen wollten, fällt kurzfristig wegen Bombendrohungen aus. In Europas Hauptstadt Brüssel bleiben Museen und Einkaufstempel geschlossen, die U-Bahn steht tagelang still. Ein flüchtiger Terrorist liefert sich ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Polizeikräften mehrerer Länder. Viele Menschen – auch in meinem Umfeld – haben große Angst.

Was wir gerade erleben, bezeichnen die einen als Krieg, was die anderen als unnötiges Kriegsgeschrei ablehnen. Doch wenn wir Terror – wie ich es einst in der Schule gelernt habe – als Kriegshandlungen gegen die Zivilbevölkerung definieren, dann ist es schon ein Krieg. Jedoch keiner, der durch Armeen um Rohstoffe oder strategisch wichtige Orte geführt werden kann. Das macht Politiker und Strategen ratlos. Es ist ein Krieg, der um Werteordnungen geführt wird. Es ist ein Krieg um die Frage: Wie wollen wir denn eigentlich leben?


Wie wollen wir leben?

Politiker betonen mit Blick auf den Terrorismus unisono: „Wir lassen uns unsere Art zu leben nicht kaputt machen. Wir lassen uns unsere Werte nicht nehmen.“ Welche Art zu leben haben wir? Ist es das, was einer von ihnen beispielhaft aufzählte: Großveranstaltungen, Konzerte, Fußballspiele, Restaurants und Einkaufszentren besuchen zu können? Ich frage mich: Ist das wirklich das, was unsere Art zu leben ausmacht? Für welche Werte stehen diese Dinge? Für mich klingt diese Aufzählung sehr nach Unterhaltung und Konsum – oder wie man es früher sagte: nach Brot und Spielen. Aber das kann doch nicht alles sein. Da muß es doch noch mehr geben.

Wußten Sie, daß in dem Pariser Konzert, das in der Terrornacht für so viele Menschen tödlich endete, nicht etwa französische Chansonniers sangen, sondern die kalifornische Band „Eagles of Death Metal“ um den Sänger und Gitarristen Jesse „The Devil“ Hughes? Auch wenn Death Metal, eine mit apokalyptischen Motiven aufgeladene Spielart des Heavy Metal, nicht das eigentliche Genre der Gruppe ist, sondern vielmehr ein rauher, spaßbetonter Rock mit Texten rund um Sex und Drugs: Welche Werte stecken hier drin? Welche Art zu leben spricht daraus? Ist es wirklich das, was wir vor dem Terror verteidigen wollen?

Nun mag mancher einwenden: Was soll schon gegen Spaß und gegen das Spiel mit religiösen oder antichristlichen Motiven einzuwenden sein? Laßt den jungen Leuten doch ihre Art zu leben. Ein bißchen Toleranz schadet doch nicht. – Dagegen läßt sich tatsächlich kaum etwas einwenden. Man will ja nicht als intolerant gelten. Toleranz ist schließlich der Mega-Wert, über den sich auch in unserer sonst so wertepluralen Zeit alle einig zu sein scheinen – mal abgesehen von ein paar unverbesserlichen Außenseitern, denen natürlich null Toleranz gilt. Und sonst? Ist das schon alles?


Wettstreit der Werte

Der Jahrestag des Mauerfalls am 9. November – kurz vor der Terrornacht am 13. November – ist dieses Jahr völlig unbemerkt vorübergegangen. Was war das damals für eine emotional aufgeladene Zeit, als der „Wettstreit der Systeme“, der sich im Kalten Krieg vollzog, ein so plötzliches Ende gefunden hat! Am spürbarsten für die Menschen war die Trennung zwischen Ost und West, zwischen Sozialismus und Kapitalismus, durch die Mauer. Und beiderseits der Mauer herrschten unterschiedliche Wertesysteme. Die Partei im Osten machte keinen Hehl daraus, daß sie einen Kampf um die Köpfe und Herzen der Menschen führte. Im Westen ging es weniger ideologisch zu, hier war das stärkste Argument einfach der Wohlstand – auch für uns im Osten.

Plötzlich war der Kalte Krieg zu Ende. Die Ängste vor dem Ausbruch eines Atomkrieges waren vorbei. Man ließ Bunkeranlagen auf, entsorgte Waffen, die Welt würde nun endlich friedlich werden. Die Werte des Westens haben gesiegt. Nicht nur materielle Werte wie D-Mark und Wohlstand, sondern auch politische Werte wie Freiheit, Frieden und Demokratie. Doch wenn wir uns ein Vierteljahrhundert später umschauen, stellt sich die Frage: Was ist aus unseren Werten geworden?

Die D-Mark? Eingetauscht in den dauerkriselnden Euro. Wohlstand? Der Aufbau Ost kostete das Land viel Geld, die Staatsschulden stiegen und vor allem im Osten regierte statt des Wohlstands die Arbeitslosigkeit. Dann wenigstens die Freiheit? Angesichts der unsicheren Zeiten sind die Menschen immer mehr bereit, Freiheit für Sicherheit dahinzugeben. Frieden? Ungeduld, Aggressivität und Mobbing nehmen immer stärker zu, Gerichte kommen der steigenden Flut von Klagen nicht mehr nach. Demokratie? Politikverdrossenheit macht sich breit, die Wahlbeteiligung geht seit vielen Jahren kontinuierlich zurück. In anderen Ländern riskieren Menschen sogar ihr Leben, um wählen zu gehen.


Wo sind sie geblieben?

Wo sind unsere Werte geblieben, die sich doch 1989 so grandios als die besseren herausgestellt haben? Wieso zerrinnen sie uns zwischen den Fingern? Ich denke, weil wir noch grundlegendere Werte aus den Augen verloren haben. Wie ist das beispielsweise mit der Ehrlichkeit? Der sich immer stärker ausweitende VW-Skandal zeigt, was passiert, wenn solch ein Wert nichts mehr zählt. Das hat ja nicht nur materielle Folgen, sondern mit der Ehrlichkeit schwindet auch Vertrauen, lebenswichtig für Unternehmen, aber so schwer zu gewinnen. Wird VW, stark und mächtig wie einst Lehman Brothers, diese Krise überleben? Die Lehman-Pleite steht ja für die Finanzkrise, die ausgebrochen ist, weil die gesamte Finanzbranche weltweit in ihrer maßlosen Geldgier zentrale Werte des menschlichen Zusammenlebens mit Füßen getreten und damit Vertrauen zerstört hat.

Was sind Werte eigentlich? Die Philosophie sagt: Grundlegende ethische Orientierungsmaßstäbe für das menschliche Urteilen und Handeln. Die Wirtschaftswissenschaften sagen: Güter, die Bedeutung für die menschliche Bedürfnisbefriedigung haben. Zwei verschiedene Dinge also: Das eine ein Maßstab, das andere ein Mittel. Das eine immateriell, das andere materiell. Das eine gibt Orientierung, das andere Befriedigung. Die Gefahr dabei: Weil wir für beides das gleiche Wort haben, neigen wir dazu, beides zu verwechseln. Warum ist das gefährlich? Weil das eine Maß gibt, das andere aber zur Maßlosigkeit neigt.

Wir sind seit vielen Jahren auf diesem Irrweg. Werte, das sind für uns heutzutage hauptsächlich ökonomische Werte. Die Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende herum ist ein Beispiel dafür. Gewaltige Gewinnaussichten durch neuartige digitale Geschäftsmodelle haben alle Akteure verführt. Börsenwerte von Unternehmen, die nichts produzierten, wuchsen in den Himmel. Dann platzte die Blase, viel Geld ging verloren, alle rieben sich verwundert die Augen. Der Nachhall der Knalls war der Auftakt für die Finanzkrise. Die Finanzbranche entdeckte die unbegrenzten Möglichkeiten des digitalen Zockens. Ergebnis: Eine Finanzkrise, die sich in mehreren Schritten zur Schuldenkrise entwickelte. Ein Ende ist auch nach sieben Jahren noch längst nicht abzusehen, die Welt sitzt immer noch auf einem finanziellen Pulverfaß, das jeden Moment hochzugehen droht.


Mega-Wert Digitalisierung?

Doch wieder locken die Möglichkeiten der Digitalisierung: Nun soll gegen alle Bedenken verschiedenster Kritiker die ganze Welt zum Internet der Dinge zusammengeschaltet werden. Digitalisierung – tritt sie an die Stelle unserer verlorenen Werte? Wird sie vom Mittel zum Maßstab, an dem sich alles messen muß? Wird sie also selbst zum Mega-Wert? Doch was ist sie selbst wert? Was bringt sie uns?

Wir alle spüren es: Beschleunigung, Arbeitsverdichtung, immer mehr Streß, immer mehr Burnouts. Die Arbeitswelt wird unmenschlich, der Wert Menschlichkeit ist uns zumindest hier verlorengegangen. Die Lage ist alarmierend: Galt früher „Schreibtischarbeit“ als harmlos im Gegensatz zur Arbeit in der Fabrikhalle, wo Lärm, Hitze, Staub und andere Gefahren lauerten, so liegen die Burnout-Raten gerade in der Informationsarbeit mit am höchsten. Inzwischen hat es auch der Gesetzgeber gemerkt und bei der Gesetzgebung rund um den Arbeitsschutz nachgezogen: Es geht heute nicht mehr nur um das richtige Sitzen vor dem Computermonitor, sondern es geht um ernstzunehmende psychische Belastungen durch die Informationsarbeit, deren Folgen nicht nur für die Wirtschaft, sondern für unsere ganze Gesellschaft immer teurer werden.

(Hier – soviel sei an dieser Stelle gesagt – vollzieht sich eines meiner Projekte, von denen ich bisher so geheimnisvoll gesprochen habe. Ich belege ein Fernstudium in „Betrieblichem Gesundheitsmanagement“. Schon seit längerem stelle ich fest, daß Coaching allein für hochsensible Menschen, die ja aufgrund ihrer intensiven Wahrnehmung eher als andere unter Streß, Hektik und Lautstärke im Beruf leiden, nicht ausreicht. Nicht nur die Menschen, sondern auch die Verhältnisse müssen sich ändern, und hier scheint sich meine Berufung zu erweitern. Mehr dazu weiter unten im Newsletter.)


Wenn das Maß nicht mehr mißt

Wenn uns Werte verloren gehen, treten unweigerlich andere an ihre Stelle. Ein Wertevakuum gibt es nicht. Der oft in der Wertediskussion verwendete Begriff „Werteverlust“ ist also nicht ganz richtig. Vielleicht paßt der Begriff „Wertepluralität“ besser: Verschiedene Gruppen der Bevölkerung haben unterschiedliche Werte. Das ist eigentlich nichts Schlimmes, denn das war schon immer so, und es ist ja auch in unserer Parteiendemokratie so verankert. Früher hat man „links“ oder „rechts“ gewählt, und meinte damit SPD oder CDU/CSU. Was heute anders ist: Die Zahl der Gruppen mit unterschiedlichen Wertekontexten steigt immer weiter. Übergreifende Werte, die die Mehrheit der Bevölkerung einen, gibt es kaum noch – bis auf den Über-Wert Toleranz.

Obendrein gibt es Begriffsverschiebungen, die zu einer Art Wertelosigkeit führen: Man demonstriert heute nicht „gegen rechtsextrem“, sondern „gegen rechts“. Wer also heute noch „rechts“ wählt, macht sich „rechtsextremen“ Denkens verdächtig. Also bleibt man lieber in der „Mitte“ – und die großen Parteien sind denn auch bemüht, alle die politische „Mitte“ zu besetzen.

Das alles bedeutet nichts anderes, als daß unsere Wertmaßstäbe, an denen wir eigentlich all die anderen Dinge des Lebens messen wollen, verbogen und verzogen sind. Wir kriegen keine richtigen Meßergebnisse mehr. Wir wissen am Ende nicht mehr gut und böse, richtig und falsch zu unterscheiden. Wenn aber der Maßstab sein Maß verliert, womit kann man ihn wieder eichen? Einen ganz ähnlichen Satz gibt es in der Bibel: „Wenn das Salz seine Salzkraft verliert, womit soll man es salzen?“ Dummerweise lautet der Satz davor: „Ihr Christen seid das Salz der Erde.“


Wieder ein Werte-Wettstreit?

Jetzt wird’s für manchen Leser vielleicht unbequem. Ebenso für mich als Schreiber, denn ich weiß ja, daß nicht jeder mit Glauben und Bibel etwas anfangen kann, und ich will hier niemandem bekehren. Der Anspruch des Bibelwortes mag ungeheuerlich erscheinen – gerade in einer Zeit, da immer mehr Menschen fordern, Religionen doch ganz abzuschaffen, da sie immer wieder Quelle von Krieg und Terror sind. Doch wenn wir über Werte sprechen, kommen wir nicht um die Tatsache herum, daß unser westliches Wertesystem humanistischen und eben auch biblischen Wertetraditionen entstammt.

Wenn der alte und neue Grünen-Chef Özdemir mit Blick auf den islamistischen Terror sagt, daß keine Heilige Schrift über unserer staatlichen Ordnung stehe, dann hat er nur teilweise recht. Denn die Bibel enthält nicht nur Werte, die den Schutz des Eigentums, der Person und der Familie beinhalten, sondern – hier liegt der Unterschied zum Koran – auch Werte, die Regelbrechern Begnadigung und einen Neuanfang ermöglichen. Allen westlichen Gesetzeswerken liegen diese Werte zugrunde – in diesem Sinn steht die Bibel über dem Gesetz. Ihre Werte sind es also, mit denen der Westen – eigentlich – in den Wettstreit mit den Wertesystemen anderer Kulturen tritt.

Daß uns diese grundlegenden Werte allmählich wegrutschen, daß wir also wertemäßig schwach sind, wird uns in einer globalisierten Welt zum Problem. Die Konfrontation der Wertekulturen zeigen sich einerseits im starken Flüchtlingszustrom, andererseits in der Terrorbedrohung. Was früher der Kalte Krieg war, ist heute der wertemäßige „Clash der Kulturen“: nämlich ein neuer Wettstreit der Werte zwischen Ost und West, zwischen Orient und Okzident. Es geht um die Werte des Korans und die der Bibel. Aber bitte: Es geht nicht um einen Krieg zwischen Moslems und Christen!


Der Orient im Umbruch

Auch Moslems wollen ein gutes Leben führen und ihrem Gott gefallen. Doch die nicht endenden Unruhen in der islamischen Welt verunsichern viele von ihnen. Immer mehr Moslems sind desillusioniert vom Islam, der doch die arabische Welt einigen sollte, und fragen nach Alternativen. Wäre also das Christentum eine Alternative? Doch was sehen sie, wenn sie ins christliche Abendland blicken? Daß wir Schweinefleisch essen und Bier trinken, ist nicht wirklich das Problem. Das Problem ist generell unsere Art zu leben: „Die Christen“ – Moslems ist der Gedanke fremd, daß nicht jeder im christlichen Abendland ein gläubiger Christ ist – gehen lieber ins Einkaufszentrum als in die Kirche. Ihnen ist Konsum wichtiger als Gebet. Sie machen sich lustig über ihren Gott und das, was ihnen heilig ist. Ihr Fernsehen zeigt den ganzen Tag Trash, ihre Werbeplakate halbnackte Frauen, und jeder tut, was er will...

Kein Wunder, daß die Propaganda des Islamismus auf so fruchtbaren Boden fällt. Ein Aussteiger berichtet: „Seit 32 Jahren war mir gesagt worden, daß das Christentum die schlimmste Religion der Welt sei“, zitiert ihn der Informationsdienst Joel-News. „Von Kindheit an hatte ich immer gelernt, daß der Islam der Sieger ist. Der Islam ist das Beste, daran gab es nichts zu rütteln oder nachzudenken. Der Islam muß die Welt dominieren, und um das zu gewährleisten, müssen wir die Menschen aufrufen, dem Islam zu folgen. Wenn sie nicht zuhören, dann müssen wir sie mithilfe des Terrorismus bedrohen und angreifen. Das war mein Denkmuster. Das denken alle radikalen Moslems auf der Welt und deshalb praktizieren sie den Terrorismus.“

Der Mann, der das gesagt hatte, David Shayesteh, war einst islamischer Terrorist, iranischer Revolutionär und Mitbegründer der Hisbollah. Doch auch im Iran fraß die Revolution ihre Kinder. Shayesteh floh nach Folter und Gefangenschaft in die Türkei und begann zu studieren. In seiner Doktorarbeit untersuchte er die Wirkungen von Religionen, Kulturen und Philosophien auf die menschlichen Einstellungen. Seine Entdeckungen überraschten ihn: „Ich war erstaunt und schockiert, weil ich erkannte, daß in dieser vergleichenden Studie über alle möglichen Religionen und Philosophien die Werte des Christentums in jeder Hinsicht überlegen waren.“


Der Westen im Umbruch?

Wenn das aus dem Mund eines Moslems kommt – was lernen wir im Westen daraus?

Ich wünsche mir, daß wir das, was uns gerade jetzt, zu Beginn der Advents- und Weihnachtszeit, aufschreckt und ängstigt, als das nehmen, was es zu allererst ist, nämlich eine Anfrage an unsere Werte und unsere Art zu leben. Der Terror ist spektakulär und angsteinflößend, aber er ist nur eine der vielen Gefahren des täglichen Lebens. Es ist immer noch gefährlicher, eine Straße zu überqueren. Und es ist noch viel gefährlicher für unsere ganze Gesellschaft, uns weiter so treiben zu lassen, wie wir es gerade tun. Lassen wir uns also nicht von der Angst lähmen, sondern lassen wir uns anfragen und hinterfragen.

Die große Zahl der Flüchtlinge, mit denen wir früher oder später unseren Wohlstand teilen müssen, betrifft uns schon eher. Ich scheue mich nicht, von einer Flüchtlingskrise zu sprechen, denn eine Krise ist immer die Chance zur Veränderung. Bis dahin festgefügte Dinge kommen in Bewegung und lassen sich durch Mitgestalten in eine gute Richtung verändern. Unsere westliche Welt wird sich unweigerlich verändern – aber das tat sie ja auch schon, als es das erste Mal Weihnachten wurde. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete – und friedliche – Advents- und Weihnachtszeit.

Herzlichst,
Ihr Reimar Lüngen



„Schon die alten Griechen wußten: Wir brauchen Menschen, die nicht nur um Werte wissen, sondern diese erlebbar machen, in guten wie in schlechten Tagen. Wir brauchen Menschen, die mit ihrem Sein Vorbild, Licht und Salz sind.“
– Johannes Hüger



Inhalt

> Projekte: Weiterbildung und Buchbeiträge
> Termine und Infos
> Beruflichen Wandel meistern



Projekte: Weiterbildung und Buchbeiträge

Lange zögerte ich, über meine aktuellen Projekte öffentlich zu schreiben. Ich spüre, wie sich meine eigene Berufung weiterentwickelt und bin – wie viele meiner Coachingkunden – selbst in einer Suchbewegung. Vor allem hochsensible Menschen leiden unter Streß, Hektik und Lautstärke im Beruf. Ihnen dabei Unterstützung zu geben, ihren Platz im Berufsleben zu finden oder zu gestalten, war und ist meine Berufung. Doch seit einigen Jahren spüre ich: Das reicht nicht. Auch die Verhältnisse in der Arbeitswelt müssen sich ändern, und zwar in Richtung gesundheitsförderlicher Arbeit. Und genau in diese Richtung scheint sich nun meine Berufung zu erweitern.

Im September habe ich ein Fernstudium „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ begonnen. Die etwas trocken und managementmäßig klingende Fachrichtung überrascht Sie vielleicht ebenso, wie sie mich überrascht hat, als sie „Sieger“ bei meiner Kurssuche wurde. Doch inzwischen weiß ich: Es ist mein Thema. Oder vielmehr: Ich finde hier meine Themen rund um den Wandel in der Arbeitswelt wieder, an denen ich schon so lange dran bin – nun auch wissenschaftlich untermauert. Es geht hier um viel mehr als die Obstschale im Büro oder die Pausengymnastik. Es geht darum, daß die Veränderungen in der Arbeitswelt mit einem solch alarmierenden Ausmaß an psychischen Belastungen einher gehen, daß sogar der Gesetzgeber aktiv geworden ist und die Arbeitgeber in die Pflicht nimmt.

Werde ich also eines Tages als Betrieblicher Gesundheitsmanager arbeiten? Das weiß ich noch nicht. Es kann gut sein, daß diese Ausbildung eher ein Puzzlestein ist, der zu einem größeren Bild gehört. Es ist wahrscheinlich, daß dieses Fernstudium nicht die einzige Weiterbildung sein wird. Wie es weitergeht, ist bisher noch offen. Jetzt nimmt mich erst mal bis ins neue Jahr hinein das Fernstudium voll in Beschlag.


Neue Bücher zur Hochsensibilität

Gleich zwei Buchautoren haben mich dieses Jahr angefragt, ob ich ihnen Beiträge zu Büchern zum Thema Hochsensibilität liefern würde. Es gibt inzwischen eine unüberschaubare Zahl von Büchern zur Hochsensibilität. Doch die beiden Projekte schienen interessant. Ich habe beiden zugesagt – und mir damit eine Menge zusätzlicher Arbeit aufgeladen. Doch ich habe es gern gemacht.

Eines der beiden Bücher ist inzwischen erschienen: „Mein HSP-Coach“ von Stefan Kunkat, dem Betreiber der Seite www.hochsensibel-test.de, die einen HSP-Test bereithält. Er hat 26 Experten zum Thema Hochsensibilität, Coaches und Therapeuten, gebeten, aus dem Nähkästchen zu plaudern. Herausgekommen ist ein außerordentlich vielfältiger Mix aus Erfahrungen und Informationen rund um die Hochsensibilität.

Ich konnte mir wegen des Fernstudiums, das mir dicke Packen Fachliteratur auferlegt, noch nicht die Zeit nehmen, in dem „HSP-Coach“ ausführlich zu lesen, aber schon das schnelle Durchblättern ist spannend und offenbart einen großen Themenreichtum. Und dann bleibt man hier und da an einem der angesprochenen Themen hängen, liest sich rein   und nimmt neue Anregungen fürs eigene Leben mit der Hochsensibilität mit.



Termine und Infos

Wie oben berichtet, fließt nach wie vor ein beträchtliches Maß an Zeit und Energie in das Fernstudium. Es handelt sich um „comptergestütztes kollaboratives Lernen“ – also Lernen am Computer und im Team mit anderen Teilnehmern. Es gibt eine Lernplattform, in der alle Informationen, die Literatur und Diskussionsforen zur Verfügung stehen, dazu für jedes Team ein eigenes Diskussionsforum, ein Wiki und sogar einen virtuellen Klassenraum. Es gibt neben Einzelaufgaben auch Teamaufgaben, die wir im Lernteam abstimmen, während die Kursleitung das eigeninitiative Lernen eher aus dem Hintergrund unterstützt. Also eine ganz moderne, anspruchsvolle und intensive Art zu lernen.

Das Fernstudium dauert bis Ende Januar. Danach werde ich hoffentlich auch wieder Seminare anbieten können – Anfragen nehme ich gern entgegen. Das Coaching läuft auf jeden Fall weiter.

Immer wieder werde ich gefragt, ob es solche Seminare, wie ich sie anbiete, auch anderswo als nur in Norddeutschland gäbe. Meines Wissens nicht – aber ich würde sie auch woanders halten, wenn ich eingeladen werde. Langfristige Anfragen takte ich trotz der aktuellen Projekte gern mit ein. Wenn es am Ort einen Ansprechpartner oder ein Team gibt, das bei der Organisation hilft und lokal auch ein wenig die Werbetrommel rührt, dann können wir mit wenig Aufwand Großes erreichen – natürlich zu beiderseitigem Nutzen, wie bisherige Veranstaltungen zeigen. Also: Wenn Sie mich als Referent einladen möchten, dann sprechen Sie mich gern an!

Mehr zu meinen Seminarthemen auf: www.RLuengen.de/termine



Beruflichen Wandel meistern

Sie sind frustriert im Beruf? Drohen auszubrennen? Langweilen sich zu Tode? Vermissen den Sinn? Wissen nicht, wie es weitergehen soll? Dann bleiben Sie nicht in Ihrer frustrierenden Situation! Sie riskieren sonst vielleicht sogar gesundheitliche Schäden. Warten Sie nicht, bis es zu spät ist.

Wenn Sie sich eine Veränderung nicht zutrauen oder nicht wissen, was Sie als nächstes tun sollen, dann stehe ich Ihnen mit Berufungscoaching und/oder Bewerbungscoaching gern zur Verfügung: Sie entdecken, was in Ihnen steckt, gewinnen Klarheit über Ihre Möglichkeiten, wissen, welche Richtung Sie einschlagen können, verstehen, wie der Bewerbungsprozeß funktioniert und präsentieren mutig einen Lebenslauf, auf den Sie stolz sein können.

Wenn Sie sich das wünschen, dann lassen Sie sich doch zu einem unverbindlichen und kostenlosen Kennenlerntelefonat einladen. Wir nehmen uns Zeit füreinander und ergründen, was Sie brauchen und was ich für Sie tun kann. Sie gehen kein Risiko ein: Nur wenn alles perfekt paßt, beginnen wir mit dem Coaching. Davor sind Sie zu nichts weiter verpflichtet.

So erreichen Sie mich:

Reimar Lüngen
Onckenstraße 11
22607 Hamburg

Tel. 040/28 41 09 45
E-Mail info@klaarkimming.org

Mehr Infos auf: www.KlaarKimming.org




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