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Newsletter Mai 2013

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Schwung: Newsletter Mai 2013




Liebe Leserin, lieber Leser,

haben Sie schon Ihre Steuererklärung abgegeben? Wenn Sie damit rechnen, Geld vom Fiskus zurückzubekommen, ist sicher schon alles erledigt. Ich muß – als Selbständiger – Geld zahlen und habe deshalb keine Eile mit der Steuererklärung. Doch jetzt, im Mai, läuft die Frist ab. Nun muß ich ran. Anlaß genug für ein paar kritische Gedanken zum leidigen Thema Steuern. Und woran denke ich da als erstes?

Richtig – an eine Nachricht aus diesen Tagen: Die Baukosten für die Elbphilharmonie sind auf 800 Millionen Euro geklettert. Im Vergleich zu den Milliardengräbern Stuttgarter Hauptbahnhof oder Berliner Großflughafen ist die Elbphilharmonie zwar ein eher kleines Projekt, doch die Verzehnfachung der Baukosten ist rekordverdächtig. Wie ich auf einer Stadtführung kürzlich erfuhr, ist während des langen Baustillstands Regenwasser in das Gebäude eingedrungen und läßt Dämmschichten vergammeln. Werden die Kosten noch weiter steigen?

Das ist nur ein Beispiel für viele andere ähnliche Fälle. Dem Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler gehen nie die Themen aus. Angesichts dieser Verschwendung öffentlicher Gelder überkommt mich beim Ausfüllen der Steuererklärung stets ein bohrendes Gefühl der Ungerechtigkeit. Wir schaffen Mehrwert, und der Staat kassiert Mehrwertsteuer. Wir Steuerzahler rackern uns ab, ertragen als Angestellte lange Arbeitswege und mürrische Chefs, gehen als Selbständige hohe Risiken ein – und die Politiker bedienen sich einfach, ohne Mühe und Risiko, geben sich selbst noch schnell eine Diätenerhöhung und werfen dann unser mühsam erarbeitetes Geld in hohem Bogen zum Fenster hinaus. Das ist doch ungerecht!


Gerechtigkeit?

Auch in anderem Zusammenhang bin ich kürzlich wieder auf das Thema Gerechtigkeit gestoßen. Also auch ein paar Gedanken dazu. Häufig gefordert, und noch häufiger als Begründung für meist soziale Forderungen dienend, ist das Wort in aller Munde. Doch was ist Gerechtigkeit eigentlich?

„Das ist doch unfair!“, hört man Kinder in amerikanischen Filmen manchmal ausrufen. Die Antwort der Erwachsenen lautet dann gewöhnlich: „Wer sagt denn, daß das Leben fair ist?“ Fairness ist eines der beiden englischen Wörter für Gerechtigkeit. Es meint das ehrliche, anständige Verhalten vor allem im Sport oder im Geschäftsleben, aber auch allgemein im sozialen Zusammenleben. Das andere Wort ist justice, Recht, und steht für das System von Verhaltensnormen im sozialen Zusammenleben und für die Institution, die deren Einhaltung erzwingt oder Verstöße dagegen bestraft.

Meyers Lexikon bezeichnet Gerechtigkeit schlicht als eine Idee oder ein Ideal. Damit macht es deutlich, daß der Widerspruch zwischen Gleichheitsanspruch und realer Ungleichheit der Menschen, an dem sich unser Gerechtigkeitsempfinden so aufreibt, offenbar nicht auflösbar ist. Ist es gerecht, alle gleich zu behandeln? Aber was ist dann mit denen, die mehr leisten? Also doch besser alle nach ihrer Leistung behandeln? Aber was ist dann mit denen, die nicht so leistungsfähig sind? Wie man es dreht und wendet: Gerechtigkeit für die einen bedeutet zwangsläufig Ungerechtigkeit für die anderen. Ist das gerecht?


Fairneß?

Ist es gerecht, reichen Leuten Geld wegzunehmen, die es durch Ausbeutung anderer erworben haben? Ist es gerecht, reichen Leuten Geld wegzunehmen, die es mit großen Opfern selbst erarbeitet haben? Ist es gerecht, beide gleich zu behandeln? Und ... ist ein Selbständiger, der unter großen persönlichen Opfern ein Unternehmen aufbaut und Arbeitsplätze schafft, zugleich ein Ausbeuter? Machen wir uns die Antworten nicht zu leicht – ideologisches Denken hilft hier nicht weiter. Praktisch mag uns bleiben, die Utopie Gerechtigkeit auf die Forderung nach Fairneß zu reduzieren: Wer Geld hat, sollte fair damit umgehen, damit Bedürftigen helfen, Gutes unterstützen, Arbeitsplätze schaffen oder retten – es also gemäß dem Grundgesetz zum Wohl der Allgemeinheit einsetzen. Aber dazu gehört auch, das Geld zu mehren, zusammenzuhalten und vor dem Zerrinnen zu schützen, denn wenn es weg ist, gibt es auch keine Hilfe mehr.

Sofort drängt sich die Frage auf: Wenn „die Reichen“ das nicht tun – soll es dann der Staat für sie übernehmen? Gegenfrage: Kann der Staat es denn übernehmen? Zumindest die Aufgabe, Geld zu mehren und zu schützen, kann ein Staat aller Erfahrung nach nicht erfüllen. Nie flossen die Steuereinnahmen in der Geschichte der Bundesrepublik so üppig wie heute. Dennoch ist der Staatshaushalt nicht ausgeglichen – die Ausgaben sind nach wie vor höher als die Rekordeinnahmen, die Schulden steigen weiter. Und jetzt wird es paradox, geradezu schizophren: Was ihm fehlt, borgt sich der Staat auf den Finanzmärkten von „den Reichen“. Bei ihnen ist der Staat verschuldet. Ihnen zahlt er die Zinsen, die wir alle mit unseren Steuern finanzieren. Die angestrebte Umverteilung von oben nach unten wird zur Umverteilung von unten nach oben.

Früher soll es Länder gegeben haben, die gar keine Steuer erhoben, oder zumindest keine dauerhafte, und Länder, die sie nicht von allen Untertanen erhoben, sondern nur von den Wohlhabenden. Kaum zu glauben: Das Volk steuerte eine zeitlang etwas bei, um etwa einen Krieg oder in schlechten Zeiten das teure Leben am Hof zu finanzieren. War der Krieg vorbei, oder waren die Zeiten wieder besser, dann war auch die Steuer vom Tisch. Doch Steuern haben seit je eine Eigendynamik. Sie neigen dazu, zu einer Dauereinrichtung zu werden, sich auf alle Bevölkerungsschichten auszubreiten und zu steigen. Auch Staatswesen haben eine Eigendynamik. Sie neigen dazu, sich um immer mehr Aufgaben zu kümmern und dafür einen immer größeren und teureren Behördenapparat aufzubauen.


Ungerechtigkeit?

Philosophen haben sich seit der Antike immer wieder Gedanken darüber gemacht, was denn die Aufgabe des Staates sei, und was nicht. Die Spanne der Meinungen zieht sich von der Position des möglichst schlanken Staates, der sich nicht in die Angelegenheiten seiner Bürger einmischt, bis hin zur Position des Sozial- und Versorgungsstaates, der den Bürgern alle Lebensrisiken abnimmt. Diese „Vollkasko“-Position ist attraktiv und hat sich seit der Einführung der Sozialversicherung durch Otto von Bismarck in unserem Politikverständnis als „normal“ und „gerecht“ durchgesetzt. Sie bedeutet: Im Notfall oder im Alter sorgt nicht mehr die Familie für den Einzelnen, sondern der Staat.

Der Sozialetat ist heute denn auch mit Abstand der größte Posten im Staatshaushalt. Das war schon in guten Zeiten auf Kante genäht. Jetzt, in Krisenzeiten, da immer mehr Menschen staatliche Unterstützung brauchen, wird es zum bedrohlichen Problem: Sparen bedeutet zwangsläufig soziale Einschnitte, und die wiederum bremsen die Wirtschaft aus – wir sehen in Spanien, Griechenland oder Zypern, welche Folgen das hat. Aber was wird aus zeitlebens verhätschelten und verweichlichten Menschen, wenn die staatliche Versorgung plötzlich wegbricht? Wie können sie dann ihr Leben aus eigener Kraft leben, wenn sie das nie gelernt haben?

Die Folge des großangelegten Versuchs, Gleichheit unter Ungleichen herzustellen, ist Ungerechtigkeit. Die Demokratie ist ein Zerrbild ihrer selbst geworden: Politiker buhlen beim Volk um Wählerstimmen, indem sie großzügig Wahlgeschenke verteilen, die das Volk selbst bezahlt. Was jahrzehntelang gut ging, wird nun kritisch und droht das Staatswesen in den Abgrund zu reißen. Mit über 2000 Milliarden Euro steht der deutsche Staat in der Kreide und droht an den Zinsverpflichtungen zu zerbrechen. Dagegen hat das Volk 6000 Milliarden Euro auf der hohen Kante liegen. Das weckt Begehrlichkeiten. Kein Wunder, daß die „Zypern-Lösung“ (Sparer helfen dem Staat aus der Patsche) als „Blaupause“ für ganz Europa gilt.


Mehr vom selben?

So hoch die Steuereinnahmen, so radikal die Hatz auf Steuersünder. Letzte Gesetzeslücken werden geschlossen, Kontrollen verschärft, Daten gesammelt, Bankgeheimnisse gelüftet, Steueroasen ausgetrocknet ... und CDs mit gestohlenen Bankdaten gekauft. Der Staat macht sich in seiner unersättlichen Geldgier zum Hehler, verstößt gegen seine eigenen Gesetze – warum läuten da keine Alarmglocken? Warum wehren wir keinen Anfängen? Der Zweck heilige die Mittel, heißt es – eine Begründung, die schon so manchen Krieg und so manches Verbrechen gerechtfertigt hat.

Nein, ich mag diesem kranken System nun nicht auch noch mein mühsam erarbeitetes Geld in den Rachen werfen. Aber ich muß. Wie ein Mafiaboß, der Schutzgeld erpreßt, tritt die staatliche Autorität vor mich und sagt: „Wenn du nicht zahlst, dann kriegst du Ärger.“ Warum, so fragt der Ökonom Thomas Sowell, soll es Gier sein, das eigene, selbst verdiente Geld behalten zu wollen, während es keine Gier sei, sich das Geld anderer Leute aneignen zu wollen? Doch ich will an diesem Punkt nicht in der Depression versinken. Ich erinnere mich an einen Existenzgründerkurs. Die Dozentin drehte die Perspektive auf faszinierende Weise um: „Freut euch, daß ihr Steuern zahlen dürft, denn das bedeutet, daß ihr es geschafft habt.“

Sicher wird deutlich, daß wir Probleme haben, die nicht eben mal mit dem Schließen von Gesetzeslücken, mit höheren Steuern oder mit Sparen gelöst werden können. Sondern nur mit einem radikalen Perspektivwechsel. Wann immer für irgend etwas Geld fehlt, rufen wir reflexartig nach mehr Geld. Warum? Um mehr von dem tun zu können, was wir vorher schon getan haben. Mehr vom selben also. Das ist so, als würden wir einen hängengebliebenen Computer mit immer demselben, bestenfalls energischer werdenden Tastendruck zum Weiterarbeiten bewegen wollen. Doch mehr vom selben bringt nichts – wir müssen etwas anderes tun, um weiterzukommen.


Etwas anderes!

Wer, wie ich, aus der DDR kommt, erinnert sich vielleicht noch an ein Schlagwort, das in dem ökonomisch klammen Land in aller Munde und in aller Ohren war: Intensivierung. Man war angesichts chronisch mangelnder Ressourcen ständig auf der Suche nach Lösungen, wie man aus dem wenigen Vorhandenen mehr machen konnte. Und diese Bemühungen trugen Früchte: Ich weiß nicht, ob die offizielle Behauptung stimmte, daß die DDR zu den zehn stärksten Industrienationen der Welt gehörte. Aber sie war immerhin nach der mächtigen Sowjetunion das wirtschaftlich stärkste Land des Ostblocks. Trotz des allgegenwärtigen Mangels konnten wir ein vergleichsweise passables Leben führen.

Nach der Wende staunte man im Westen über das Improvisationstalent der DDR-Bürger. Und wir „Ossis“ staunten darüber, daß der Westen darüber staunte. Im Westen war es ja anders: Wenn etwas kaputt war, reparierte man es nicht, sondern warf es weg und kaufte neu. Wow! Was für ein Reichtum, was für ein Wohlstand! Extensivierung war angesagt, der sichtbare Ausdruck von nicht endendem Wachstum. Heute, da die fetten Jahre vorbei sind, brauchen wir ein Umdenken, das uns in die Lage versetzt, auch aus weniger genug zu machen: Statt der bisher üblichen Extensivierung ist nun Intensivierung angesagt, statt Quantität Qualität. Es ist möglich, auch mit weniger Mitteln ein gutes Leben zu führen.

Wie können wir dahin kommen? Meine These: Indem wir uns von dem Ideal der Gleichheit und dem Ziel der Gleichmacherei verabschieden. Es ist immer eine Stärke, ein Überlebensvorteil einer Gesellschaft, wenn deren Mitglieder möglichst unterschiedlich sind. Diversität heißt der Fachbegriff. Wir kennen das aus der Natur: Eine landwirtschaftliche Monokultur braucht aufwendige Pflege, um überleben zu können. Ein Biotop von großer Vielfalt hingegen überlebt nicht nur von allein, sondern es erzeugt Jahr für Jahr überfließende Fülle. –

Unsere Gesellschaft gleicht derzeit einer Monokultur – überall gleiche Ausbildungen, gleiche Abschlüsse, gleiches Denken, gleiches Handeln, gleiche Problemlösungen, und immer noch mehr vom selben. Menschen, die anders sind, anders denken, andere (z.B. „nicht anerkannte“) Ausbildungen haben, sind hingegen ausgeschlossen, an den Rand gedrängt. Eine dieser „anderen“ Gruppen sind hochsensible Menschen, denen ich im Mai und Juni wieder eine Seminarreihe widme, diesmal sogar mit einem dritten Teil. Mein Anliegen dabei ist es, die verborgenen Schätze unserer Gesellschaft zu heben, die wir brauchen, um Lösungen für die vielen Probleme unserer Zeit zu finden. Eingeladen sind nicht nur Betroffene, sondern auch Interessierte. Sind Sie mit dabei? Mehr Infos weiter unten.

Herzlichst,
Ihr Reimar Lüngen



„Steuerzahlen ist kein Kavaliersdelikt.“
– Philipp Bagus, Ökonom



Inhalt

> Frühling: Raus in die Natur
> Termine
> Beruflichen Wandel meistern
> Nachlese



Frühling: Raus in die Natur

Endlich ist er da, der Frühling. Das frische Grün und die Sonne wecken die Sinne. Jetzt gilt es, wieder mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Hochsensible sagen immer wieder, wie gut ihnen die Natur tut. Mir geht es auch so, und ich stelle immer wieder erstaunt fest, daß ich um so erholter bin, je mehr natürliche Reize auf mich einstürmen. Es gibt da draußen so viel zu sehen und zu hören, die Wärme der Sonne und die Kühle des Windes zu spüren, daß ich auf angenehme Weise gesättigt nach Hause komme. Nicht Entleerung durch möglichst viel Ruhe scheint also der Gegenpol zum Alltagsstreß zu sein, sondern Erfüllung durch möglichst viel Berührung mit der Natur.

Das bestätigen mit einigem Erstaunen auch Streßforscher, wie Psychologie heute in der April-Nummer berichtet: Die Probanden hätten Reize aus der nichttechnischen Umwelt wesentlich besser verarbeitet und verkraftet als solche aus der technischen Welt. Wer sich aber gern intensiven und ungewohnten Reizen aus der Natur aussetze, komme auch mit dem Reizüberangebot moderner Technologien besser klar. Der ADHS-Forscher Helmut Schreier bezeichnet die Natur sogar als Heilmittel: Ein Parkspaziergang habe die gleiche Wirkung auf die Konzentration wie eine Ritalintablette.

Nehmen Sie sich also ausgiebig Zeit für Ausflüge in die Natur. Aber lassen Sie dabei das Smartphone und den MP3-Spieler zu Hause. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die sich durch körperliche Anstrengung gut erholen können, nehmen Sie sich ein Ziel vor, das Sie wandernd oder radelnd erreichen wollen. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die sich am besten in entspannt-unverplanter Zeit erholen, lassen Sie sich von Ihrer Lust leiten und überraschen, wohin es Sie führt – und lassen Sie auch den Abend unverplant. Nutzen Sie auch im Alltag jede Möglichkeit, Natureindrücke mitzunehmen – etwa indem Sie das Auto ein Stück weiter weg parken und sich den Rest des Weges an der frischen Luft bewegen.



Termine

Am Donnerstag, dem 16. Mai um 19:30 Uhr gibt es wieder das Impulsseminar „Hochsensibilität verstehen“ am bewährten Ort in Hamburg-Eppendorf. Fast 20 Prozent aller Menschen haben eine Gemeinsamkeit, von der die meisten Betroffenen nicht wissen: Weit offene Sinne und eine besondere Art, das Wahrgenommene zu verarbeiten. Sie sind damit von Natur aus Menschen mit einem Informationsvorsprung. Aber viele von ihnen leiden darunter, daß so viel auf sie einstürmt. Sie hören oft: „Sei doch nicht so empfindlich!“ „Leg dir doch einfach ein dickes Fell zu.“ Doch das gelingt einfach nicht. So fühlen sie sich irgendwie falsch und am falschen Platz, und ziehen sich schließlich frustriert zurück.

Diese Gemeinsamkeit ist die Hochsensibilität. Sie ist eine besondere Gabe, die unsere kriselnde Welt immer dringender braucht: Hochsensible sehen, was anderen entgeht. Rückzug ist deshalb keine Lösung. Die Seminarreihe über die Hochsensibilität macht die Gabe verständlich, gibt Tips für den guten Umgang damit und ermutigt Betroffene, ihren Platz in der Welt und im Berufsleben einzunehmen.

Eingeladen sind nicht nur Betroffene, sondern ausdrücklich auch Interessierte, die beispielsweise in der Familie oder auf der Arbeit mit Hochsensiblen zu tun haben: Es nützt weder Hochsensiblen, noch unserer Welt, wenn Hochsensible unter sich bleiben. Vielmehr geht es darum, den einzigartigen Beitrag Hochsensibler in die Gesellschaft zu integrieren.

Weitere Infos auf: www.RLuengen.de/termine/termine.html#m014


Wenn Sie „Hochsensibilität verstehen“ besuchen, halten Sie sich doch gleich den Termin für „Hochsensibilität leben“ am Donnerstag, dem 30. Mai frei – gleiche Zeit, gleicher Ort. Hier geht es vor allem um praktische Überlegungen und Tips für den Umgang mit Hochsensibilität. Beide Seminare bilden eine Einheit, und stehen doch jedes für sich, so daß Sie sie auch einzeln besuchen können.

Weitere Infos auf: www.RLuengen.de/termine/termine.html#m015


Voranzeige: Weitere zwei Wochen später, am Donnerstag, dem 13. Juni, wiederum gleiche Zeit, gleicher Ort, ist ein Austauschabend für Hochsensible geplant, der dem oft geäußerten Bedürfnis nach Austausch Rechnung trägt. Dieser Abend richtet sich ausschließlich an Betroffene. Wir wollen gute Erfahrungen im Umgang mit unserer Hochsensibilität in unserem Leben entdecken, sie zusammentragen und damit auch für andere Teilnehmer nutzbar machen. Es gibt dann nur wenig Input von mir, dafür viel Raum für Sie und Ihre Erfahrungen.


Immer wieder werde ich gefragt, ob es solche Seminare, wie ich sie anbiete, auch anderswo als nur in Norddeutschland gäbe. Meines Wissens nicht – aber ich würde sie auch woanders halten, wenn ich eingeladen werde. Wenn es am Ort einen Ansprechpartner oder ein Team gibt, das bei der Organisation hilft und lokal auch ein wenig die Werbetrommel rührt, dann können wir mit wenig Aufwand Großes erreichen – natürlich zu beiderseitigem Nutzen, wie bisherige Veranstaltungen zeigen. Also: Wenn Sie mich als Referent einladen möchten, dann sprechen Sie mich gern an!

Mehr zu allen Seminarthemen auf: www.RLuengen.de/termine



Beruflichen Wandel meistern

Sie sind frustriert im Beruf? Drohen auszubrennen? Langweilen sich zu Tode? Vermissen den Sinn? Dann bleiben Sie nicht in der Ihrer frustrierenden Situation! Sie riskieren sonst gesundheitliche Schäden.

Wenn Sie sich eine Veränderung nicht zutrauen oder nicht wissen, was Sie tun sollen, dann stehe ich Ihnen mit Bewerbungs- oder Berufungscoaching gern zur Verfügung: Sie entdecken, was in Ihnen steckt, gewinnen Klarheit über Ihre Möglichkeiten, wissen, welche Richtung Sie einschlagen können, verstehen, wie der Bewerbungsprozeß funktioniert und präsentieren mutig einen Lebenslauf, auf den Sie stolz sein können.

Wenn Sie sich das wünschen, dann lassen Sie sich doch zu einem unverbindlichen und kostenlosen Kennenlerngespräch einladen. Wir nehmen uns Zeit füreinander und ergründen, was Sie brauchen und was ich für Sie tun kann. Sie gehen kein Risiko ein: Nur wenn alles perfekt paßt, beginnen wir mit dem Coaching. Davor sind Sie zu nichts weiter verpflichtet.

So erreichen Sie mich:

Reimar Lüngen
Onckenstraße 11
22607 Hamburg

Tel. 040/28 41 09 45
E-Mail info@klaarkimming.org

Mehr Infos auf: www.KlaarKimming.org



Nachlese

Alle Monate wieder plagt mich das schlechte Gewissen: Während ich einerseits die Informationsflut beklage, geht andererseits ein Newsletter mit einer Menge Text auf die Reise. Was eigentlich Editorial sein sollte, ist zum Essay geworden. Monat für Monat gelobe ich mir erfolglos Kürze, doch erstaunlicherweise erhalte ich immer wieder bestätigende und ermutigende Leserstimmen. Wie ist das möglich?

Eine mögliche Antwort gibt mir eine Abhandlung des amerikanischen Börseninvestors Bill Bonner, dessen Job es ist, täglich aus der Fülle von Nachrichten die entscheidenden Informationen herauszufiltern, die ihm richtige Anlageentscheidungen ermöglichen. Er bezeichnet Nachrichten schlichtweg als Gift für Gehirn und Körper.


Gift für Gehirn und Körper

Das Gehirn leide, weil Nachrichten Aufmerksamkeit fordern, ohne Nahrung für den Geist zu liefern. Sie binden Aufmerksamkeit, unterbrechen Denkflüsse, stören die Konzentration, blockieren den Flaschenhals zwischen Arbeitsgedächtnis und Langzeitgedächtnis, hinterlassen unvollständige Informationen. Der Körper leide, weil uns ständig Dinge beschäftigen, mit denen wir nichts zu tun haben. Sie aktivieren das limbische System, beeinflussen den Hormonhaushalt, schwächen das Immunsystem, stören die Verdauung, erzeugen chronischen Streß.

Nachrichten sind unvollständig und wecken den Wunsch nach mehr Information. Das macht sie zur Droge. Nachrichten reden von Dingen, die wir ohnehin nicht beeinflussen können, und machen uns deshalb passiv. Nachrichten sind einseitig und verfälschen damit die „Risiko-Karten“ in unseren Köpfen: Wir überbewerten Terrorismus und unterbewerten chronischen Streß. Wir überbewerten den Kollaps von Lehman Brothers und unterbewerten steuerpolitische Verantwortungslosigkeit. Wir überbewerten Astronauten und unterbewerten Krankenschwestern.


Neu, aber irrelevant

Der Konsum von Nachrichten lasse uns keine besseren Lebensentscheidungen treffen. Warum? Nachrichten seien „nur“ neu, aber meist nicht relevant. Die wirklich wichtigen Entwicklungen, die unser Leben beeinflussen, geschähen langsam und unterhalb des Radars der Journalisten. Der fundamentale Kampf unseres Zeitalters sei, so Bonner, der zwischen „neu“ und „relevant“.

Bonners drastischer Schluß: Wir sollten den Konsum von Nachrichten völlig einstellen. Wir brauchen zwar die Wahrheiten, die der Journalismus liefert, aber nicht in Form von Nachrichten. Wenn wir alte Lösungen vorschlagen wollen, faßt Bonner zusammen, dann sollten wir Nachrichten konsumieren. Wollen wir neue Lösungen vorschlagen, dann sollten wir auf Nachrichten verzichten – und statt dessen längere Texte oder noch besser Bücher lesen. Längere Texte also: Mal länger als 90 Sekunden an einem Thema dranbleiben, verschiedene Aspekte beleuchten, überraschende Momente finden ... das ist das, was mir auf dem Herzen liegt. Wenn Sie wollen, finden Sie es auch weiterhin in diesem Newsletter.





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