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Newsletter Januar 2013

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Schwung: Newsletter Januar 2013




Liebe Leserin, lieber Leser,

unglaublich, schon wieder ein neues Jahr! Haben Sie auch den Eindruck, die Zeit rase immer schneller? Nun ist unser Zeitgefühl ja nicht besonders zuverlässig: Wie schnell ist eine Arbeitswoche um – dabei wollte die Zeit an den Tagen im Büro einfach nicht verstreichen. Es liegt an unserem Fokus: Wenn wir mit Interessantem beschäftigt sind, rast die Zeit. Wenn wir hingegen – etwa in der Kassenschlange oder an der Bushaltestelle – immer wieder auf die Uhr schauen, dehnt sich die Zeit endlos.

Doch während unsere Uhren funkgesteuert auf die Tausendstel Sekunde genau gehen, dreht sich da draußen etwas, dem wir uns nicht entziehen können, immer schneller und schneller. Die „Beschleunigungsgesellschaft“ hat inzwischen ein Tempo erreicht, das in immer mehr Bereichen einfach keinen Sinn mehr ergibt: Bevor alte Produkte genügend Gewinn eingespielt haben, landen schon deren eilig entwickelte Nachfolger in den Läden. Natürlich sind die nicht ausgereift, schaden dem Image oder erzwingen teure Rückrufaktionen. Die Bahn häuft auf ihrer Jagd nach immer kürzeren Reisezeiten immer mehr Verspätungen an und muß immer öfter Fahrpreise zurückerstatten. Der Bleifuß-Autofahrer hat nach ein paar hundert Kilometern Autobahn den Tank leergefahren und sieht von der Tankstelle aus all die mühsam überholten Autos wieder an sich vorbeifahren.

Und die von den Krisenereignissen und selbst auferlegten Problemen getriebene Politik kommt nicht mehr dazu, in Ruhe nachzudenken und Dinge auszudiskutieren, bevor sie Entscheidungen trifft. Das Ergebnis: Unreife und teure Fehlentscheidungen am laufenden Band – und gute Zeiten für Lobbyisten, denn sie nehmen den Politikern die mühsame und zeitaufwendige Meinungsbildung ab. Kommentatoren halten unsere Demokratie für gefährdet, denn Demokratie braucht Zeit. Es gibt also nicht nur eine wachsende Sehnsucht nach Entschleunigung, sondern auch gute Gründe dafür.


Entschleunigen – was bringt's?

Wo die Beschleunigung ans Geld geht, funktioniert die Entschleunigung sogar schon. So reduzieren Ozeanriesen ihr Tempo zusehends, um Sprit zu sparen. Da dabei herkömmliche Schiffsmotoren untertourig laufen und verrußen, bekommen Schiffsneubauten von vornherein langsamer laufende Motoren. Es ist vielleicht die erste Branche, in der Entschleunigung inzwischen als echter Fortschritt gilt.

Auch die Bahn entschleunigt ihren Fahrplan und baut Zeitpuffer ein: Anschlußsicherung ist wichtiger als Schnelligkeit. Fluggesellschaften setzen auf kurzen Strecken wieder vermehrt auf langsam fliegende Propellerflugzeuge. Nur auf der Autobahn geht die Jagd weiter: 40 Prozent der deutschen Autofahrer lassen sich laut einer ADAC-Studie von steigenden Spritpreisen nicht beeindrucken und rasen weiter. Was läßt uns da fast schon zwanghaft aufs Gas drücken?

Es heißt, die Anzahl der Schläge, die ein Herz leisten kann, ist begrenzt. Ein Herz, das immer auf Hochtouren schlägt, versagt früher. Es nützt also nichts, immer schneller zu rennen – wir schaffen ohnehin nicht mehr, als wenn wir uns Zeit ließen. Die große Frage für jeden einzelnen von uns ist: Wie können wir entschleunigen? Wie können wir uns von dem aberwitzigen Beschleunigungswahn abkoppeln? Woher kommt er überhaupt?


Beschleunigung – woher?

Vordergründig meinen wir es zu wissen: Es sind die technische Entwicklung, die Globalisierung und der Produktivitätsdruck der kriselnden Wirtschaft. Wir arbeiten ohnehin schon immer härter und schneller. Aber wir sind obendrein noch rund um die Uhr erreichbar. Wir haben in sozialen Netzen laufend an den Lebensäußerungen anderer teil. Wir laden uns jederzeit jede Information und jeden Lieblingsfilm direkt aufs Display. Wir halten uns selbst und die Firmware unserer elektronischen Spielzeuge stets auf dem neuesten Stand. Wir bauen uns Lebensumstände auf, die fortgesetzt in Gang gehalten werden wollen. So jagen wir unablässig von einem Update zum nächsten.

Doch blicken wir etwas tiefer: Warum tun wir das alles? Warum können wir damit nicht einfach aufhören? Es ist die tiefsitzende Angst, etwas zu verpassen. Leute, die beschließen, auf Internet, Fernsehen und Smartphone zu verzichten, berichten von einer fast unerträglichen Angst, von der Entwicklung abgehängt zu werden, wichtige Nachrichten zu verpassen, Freunde zu verlieren und irgendwann weg vom Fenster zu sein.

Einige Beobachter gehen noch weiter. Sie sehen die Ursachen für unser rastloses Getriebensein im Verlust an religiösen Bezügen. Wenn dieses Leben hier auf Erden alles ist, was wir haben, müssen wir möglichst viel hineinpacken. Doch indem wir dem Leben nachjagen, laufen wir ihm nur davon. Wenn uns der Bezug zu höheren Dingen fehlt, dann fehlt uns auch der Blick aus der höheren Perspektive auf unser Leben, der uns Wesentliches vom Unwesentlichen unterscheiden läßt.


Entschleunigen – wozu wirklich?

Diese überraschende Frage stellte der Entschleunigungscoach Holger Schmidt kürzlich in einem Entschleunigungsseminar. Die Antwort scheint zunächst klar: Natürlich geht diese Hatz auf die Gesundheit. Sie kostet unsere Kraft, drückt unsere Leistungsfähigkeit. Aber der Seminarleiter ließ nicht locker: Wofür sollten wir unsere Kräfte denn schonen? Wofür brauchen wir unsere Leistungsfähigkeit? Damit wir noch schneller mitrennen können?

Das Phänomen Beschleunigung ist ein gesamtgesellschaftliches Ereignis, ein Sog, dem wir uns kaum entziehen können. Wir alle machen da mit, ob wir wollen oder nicht. Wir sind wie eine Gruppe von Kindern: Eines ruft: „Wer zuerst da vorn an der Straßenecke ist!“ – und alle rennen ohne Nachdenken los. Wofür? Für den vergänglichen Ruhm, als erstes an der Straßenecke gewesen zu sein?

Das macht deutlich, warum es ist nicht damit getan ist, einfach langsamer zu werden. Mit Blick auf die drängenden Symptome neigen wir dazu, an den Symptomen anzusetzen. Doch es reicht nicht, Entspannen auch noch mit auf die schon übervolle Todo-Liste zu setzen. Es hilft schon gar nicht, an Effizienzseminaren teilzunehmen, denn sie lehren uns nur, wie wir noch schneller werden, aber nicht, wie wir uns Zeit lassen können. Entschleunigung ist nicht einfach die Verlangsamung der Beschleunigung. Es ist eine andere Lebensweise.


Entschleunigen – wie?

Wir brauchen ein gründliches Umdenken. Es beginnt da, wo wir das Leiden an der Zeitnot nicht mehr als individuelles Versagen brandmarken. Das ist es nämlich nicht – es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Es setzt sich fort, wo wir unsere Werte und Ziele neu entdecken. Was ist uns wirklich wichtig? Worauf kommt es wirklich an im Leben? Was lohnt sich, getan zu werden – und was nicht?

Und schließlich führt es uns unweigerlich zu unserer eigenen Berufung. Sie setzt nämlich den Rahmen, der entscheidet, was wesentlich und unwesentlich für unser Leben ist. Jemand anders mag eine Berufung haben, zu der es gehört, Tausende Freunde in Facebook zu haben oder in der technischen Entwicklung immer auf dem neuesten Stand zu sein. Aber daran müssen Sie sich nicht messen. Für Sie ist allein Ihre Berufung wichtig. Rennen Sie nicht anderen hinterher!

Erst solchem Umdenken kann ein bewußter Ausstieg folgen. Denn er ist schwierig: Wir sehnen uns nach Mußezeiten und Entspannung, doch wir halten es kaum aus, wenn mal wirklich Ruhe um uns herum herrscht. Vielleicht sind in dieser Hinsicht die Menschen, die am meisten unter dem Tempo und dem Lärm unserer Gesellschaft leiden, die Begnadetsten. Ich denke an viele meiner Kunden: Hochsensible Menschen, für die es geradezu überlebenswichtig ist, sich im hektischen Alltag Inseln zu schaffen, auf denen sie zur Ruhe kommen. –


Wenn Sie wissen oder vermuten, daß Sie hochsensibel sind, dann könnte das nächste Seminar „Hochsensibilität verstehen“ am 30. Januar in Hamburg vielleicht das Richtige für Sie sein. Und wenn Entschleunigung für Sie im neuen Jahr ein Thema ist, Sie aber nicht wissen, wie Sie es anpacken können, dann seien auch Sie herzlich willkommen, mit und von Hochsensiblen zu lernen!

Herzlichst,
Ihr Reimar Lüngen



„Die Kunst zu ruhen ist Teil der Kunst zu arbeiten.“
– John Steinbeck



Inhalt

> Aufschieberitis: Aufgaben anpacken
> Termine im Januar
> Beruflichen Wandel meistern



Aufschieberitis: Aufgaben anpacken

Wie schreibt man einen Roman? Ernest Hemingways Antwort: „Zuerst taust du den Kühlschrank ab.“ Angesichts einer großen Aufgabe werden selbst sonst ungeliebte Tätigkeiten attraktiv. Doch aufgeschobene Aufgaben werden zur Last. Sie steigern den Druck dessen, was ohnehin täglich auf uns einstürmt. Sie schaffen ein ständiges Gefühl der Frustration und verstärken damit sogar die Burnout-Gefahr.

Warum schieben wir bestimmte Arbeiten immer wieder vor uns her? Es mag zunächst generell daran liegen, daß wir zu viel zu tun haben. Häufig aber mögen wir diese Arbeit nicht. Sie erscheint uns unangenehm oder langweilig. Oder sie erscheint uns zu schwierig oder zu kompliziert. Wir wissen schlicht nicht, wie wir anfangen sollen.


Smarte Ziele

Von Zielen heißt es, daß sie „smart“ sein sollen, also
> spezifisch,
> meßbar,
> angemessen,
> realistisch und
> terminiert.

Verständlicher ausgedrückt: Ziele sollten detailliert beschrieben, machbar und in einem bestimmten Zeitraum erreichbar sein. Smart wird ein Ziel vor allem, wenn Sie Schlagworte wie „Aufräumen“ oder „Abnehmen“ in detaillierte Handlungsanweisungen umsetzen: Wann beginne ich womit, und wieviel davon in welcher Zeit? Auch das Ergebnis sollte nicht nur aus einem Schlagwort wie „Ordnung“ oder „Wunschgewicht“ bestehen, sondern ein detailliertes Bild vor Augen malen können.

Schätzen Sie ab, wie realistisch das Vorhaben für Sie ist. Haben Sie die nötige Energie und die nötigen Ressourcen? Schaffen Sie es, ein ganzes Jahr lang, den guten Vorsatz einzuhalten? Wenn Ihnen das Projekt zu groß ist, zerlegen Sie es in kleine, überschaubare Teilprojekte. Ist die Tagesration zu groß, um sie dauerhaft durchzuhalten, verkleinern Sie sie. Revidieren Sie nötigenfalls Ihr Ziel: Lieber ein kleineres Ziel erreichen, als ein größeres Ziel verfehlen. Kaum etwas fördert Aufschieberitis mehr, als sich zu viel vorzunehmen. Gehen Sie möglichst kleine Schritte – dann werden Sie durchhalten.


Attraktive Ziele

Doch wie oft schieben wir selbst smarteste Ziele vor uns her? Fehlt da nicht noch was? Ich denke ja: Ziele sollten auch positiv, sinnvoll und motivierend sein – mit einem Wort: attraktiv. Und wir sollten mit unseren Zielen nicht allein bleiben.

Wenn Sie sich etwa „Abnehmen“ als Ziel setzen, um einem fraglichen Schönheitsideal zu entsprechen, könnte etwas in Ihnen am Sinn des Ziels zweifeln: Macht mich solch eine Äußerlichkeit denn wirklich zu einem besseren oder attraktiveren Menschen? Hat es wirklich Sinn, neben all den anderen Aufgaben hier auch noch einen Kampf zu beginnen? Wahrscheinlich wird es hier an Motivation, und damit an Durchhaltevermögen fehlen. Wenn aber der Hausarzt sagt, Sie sollten ein wenig auf Ihr Gewicht achten, (eine völlig „unsmarte“ Zielsetzung übrigens), kann das Ihr Vorhaben durchaus mit Sinn und Motivation unterfüttern.

Damit das Ziel wirklich positiv wird, überlegen Sie nicht, auf was Sie alles verzichten und welche sportlichen Torturen Sie sich antun müßten. Sondern malen Sie sich vor Augen, welche gesunden Leckereien Sie sich statt Süßem gönnen werden, und wie gut sich regelmäßige moderate Bewegung an frischer Luft anfühlen wird. Und am besten läuft es, wenn Sie nicht allein mit Ihrem Vorhaben bleiben, sondern wenn andere Menschen entweder mitmachen oder Sie regelmäßig motivieren und ermutigen.



Termine im Januar

Nach langer Pause startet am Mittwoch, dem 30. Januar 2013 um 19:30 Uhr wieder das Impulsseminar „Hochsensibilität verstehen“ am bewährten Ort in der Kegelhof Kommunikationsküche in Hamburg-Eppendorf. Zwei Wochen später, am Mittwoch, dem 13. Februar 2013 gibt es das Nachfolgeseminar „Hochsensibilität leben“ – gleiche Zeit, gleicher Ort. Wenn Sie „Hochsensibilität verstehen“ besuchen, halten Sie sich doch gleich den Termin für „Hochsensibilität leben“ frei. Beide Seminare bilden eine Einheit, und stehen doch jedes für sich, so daß Sie sie auch einzeln besuchen können.

Fast 20 Prozent aller Menschen haben eine Gemeinsamkeit, von der die meisten Betroffenen nicht wissen: Weit offene Sinne und eine besondere Art, das Wahrgenommene zu verarbeiten. Sie sind damit von Natur aus Menschen mit einem Informationsvorsprung. Aber viele von ihnen leiden darunter, daß so viel auf sie einstürmt. Sie hören oft: „Sei doch nicht so empfindlich!“ „Leg dir doch einfach ein dickes Fell zu.“ Doch das gelingt einfach nicht. So fühlen sie sich irgendwie falsch und am falschen Platz, und ziehen sich schließlich frustriert zurück.

Diese Gemeinsamkeit ist die Hochsensibilität. Sie ist eine besondere Gabe, die unsere kriselnde Welt immer dringender braucht: Hochsensible sehen, was anderen entgeht. Rückzug ist deshalb keine Lösung. Die Seminare „Hochsensibilität verstehen“ und „Hochsensibilität leben“ machen die Gabe verständlich, geben Tips für den guten Umgang damit und ermutigen Betroffene, ihren Platz in der Welt und im Berufsleben einzunehmen.

Weitere Infos auf: www.RLuengen.de/termine/termine.html#m014


Immer wieder werde ich gefragt, ob es solche Seminare, wie ich sie anbiete, auch anderswo als nur in Norddeutschland gäbe. Meines Wissens nicht – aber ich würde sie auch woanders halten, wenn ich eingeladen werde. Wenn es am Ort einen Ansprechpartner oder ein Team gibt, das bei der Organisation hilft und lokal auch ein wenig die Werbetrommel rührt, dann können wir mit wenig Aufwand Großes erreichen – natürlich zu beiderseitigem Nutzen, wie bisherige Veranstaltungen zeigen. Also: Wenn Sie mich als Referent einladen möchten, dann sprechen Sie mich gern an!

Weitere Infos auf: www.RLuengen.de



Beruflichen Wandel meistern

Sie sind frustriert im Beruf? Drohen auszubrennen? Langweilen sich zu Tode? Vermissen den Sinn? Dann bleiben Sie nicht in der Ihrer frustrierenden Situation! Sie riskieren sonst gesundheitliche Schäden.

Wenn Sie sich eine Veränderung nicht zutrauen oder nicht wissen, was Sie tun sollen, dann stehe ich Ihnen mit Bewerbungs- oder Berufungscoaching gern zur Verfügung: Sie entdecken, was in Ihnen steckt, gewinnen Klarheit über Ihre Möglichkeiten, wissen, welche Richtung Sie einschlagen können, verstehen, wie der Bewerbungsprozeß funktioniert und präsentieren mutig einen Lebenslauf, auf den Sie stolz sein können.

Wenn Sie sich das wünschen, dann lassen Sie sich doch zu einem unverbindlichen und kostenlosen Kennenlerngespräch einladen. Wir nehmen uns Zeit füreinander und ergründen, was Sie brauchen und was ich für Sie tun kann. Sie gehen kein Risiko ein: Nur wenn alles perfekt paßt, beginnen wir mit dem Coaching. Davor sind Sie zu nichts weiter verpflichtet.

So erreichen Sie mich:

Reimar Lüngen
Onckenstraße 11
22607 Hamburg

Tel. 040/28 41 09 45
E-Mail info@klaarkimming.org

Mehr Infos auf: www.KlaarKimming.org





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