Logo: Schwung

... Schwung zum Leben – Termine


Startseite | Termine | Themen | Impulse | Dialog | Newsletter | Persönlich

Sie befinden sich hier: Startseite > Newsletter > Newsletter-Archiv > Newsletter November 2011

Newsletter November 2011

Die Links öffnen in einem neuen Fenster.


Zur Newsletter-Übersichtsseite
Zum Newsletter-Archiv

---------------

Lieber Leser, liebe Leserin,

"ich habe einen Traum" - mit diesen Worten beginnt eine der berühmtesten Reden der Menschheitsgeschichte. Gehalten hat sie 1963 der Bürgerrechtler Martin Luther King, der von einem geeinten Amerika träumte, in dem alle, Schwarze wie Weiße, ihren Platz in der Gesellschaft hätten. Es hat lange gedauert, bis dem berühmten, wortgewaltigen Mann jetzt in Washington ein Denkmal gesetzt wurde.

Aber wer kennt eigentlich Rosa Parks? Die unscheinbare, schwarze Frau aus Montgomery, Alabama, war die eigentliche Initiatorin der Bürgerrechtsbewegung. Sie weigerte sich 1955 in einem Linienbus, ihren Platz für einen Weißen freizumachen. Die Situation eskalierte, am Ende landete sie vor Gericht. Die schwarze Bevölkerung reagierte mit einem Busboykott: Über ein Jahr lang liefen sie kilometerweit zu Fuß durch die Stadt, während die Busse leer blieben - und die Kassen der Busgesellschaft auch. Die lenkte schließlich ein und hob die Rassentrennung in den Bussen auf. Eine kleine, stille Frau hat den Lauf der Geschichte geändert.

Die introvertierte Rosa Parks und der extrovertierte Martin Luther King - beide waren nötig, um die Sache zum Erfolg zu bringen. Heute indes gibt es eine neue Art von Ungerechtigkeit. Die stark extrovertierte amerikanische Gesellschaft bietet keinen Platz für die geschätzt 40 Prozent Introvertierten - vor allem im Arbeitsleben: Befördert wird nicht, wer im Stillen gute Arbeit leistet, sondern wer es versteht, laut die Trommel zu rühren. Das Potential der Introvertierten bleibt für die Wirtschaft weitgehend ungenutzt.

Und das ist nicht nur in Amerika so. Wir kennen das auch in Deutschland. Während die Politik über Frauenquoten für Konzernvorstände diskutiert, lassen wir riesige Ressourcen unserer Gesellschaft einfach brachliegen. Und zwar ohne Not: Diese introvertierten Menschen passen lediglich nicht in das vorherrschende extrovertierte Verhaltensideal. Wie lange können wir uns diesen Luxus noch leisten?

Ich finde: Es wird Zeit für ein Umdenken, damit alle Menschen, Introvertierte wie Extrovertierte, ihren Platz in unserer Gesellschaft einnehmen können.

Viele Grüße
Ihr Reimar Lüngen



"Die leisen Kräfte sind es, die das Leben tragen."
- Romano Guardini



Inhalt

> Introvertierte: Das fehlende Gegengewicht
> Initiative: Tschüß Ellenbogengesellschaft
> Entscheidungen: Mehr Alternativen schaffen
> Termine im November
> Beruflichen Wandel meistern



Introvertierte: Das fehlende Gegengewicht

Was passiert, wenn wir einen großen Teil der gesellschaftlichen Ressourcen brachliegen lassen? Das, was gerade passiert: Alle sind auf einer Seite des Bootes, die andere Seite ist leer. Das Gegengewicht fehlt. Das Boot gerät in Schieflage, droht zu kentern. Wir geben den Banken, den Finanzmärkten oder den Ratingagenturen die Schuld. Doch das ist, als würden wir dem Fieberthermometer die Schuld geben, wenn wir Fieber haben.

Wo finden wir das Gegengewicht? Auf der Seite der bisher wenig beachteten Introvertierten. Ihre Werte sind ein gesundes Gegenüber für die Werte der bisher in unserer Gesellschaft dominierenden Extrovertierten:

Extrovertierte <--> Introvertierte
   Quantität <--> Qualität
   Freiheit <--> Sicherheit
   Wettbewerb <--> Kooperation
   Zielorientierung <--> Prozeßorientierung
   Risiko <--> Vorsicht
   Erobern <--> Bebauen
   Vermehren <--> Verbessern
   Tempo <--> Beständigkeit
   Wachstum <--> Konsolidierung (Festigung)

Keine der beiden Seiten ist besser oder schlechter. Doch ohne ihr jeweiliges Gegenüber werden sie einseitig, und das ist nicht gut: Die Sache droht zu kippen. Die einander gegenüberstehenden Werte brauchen einander, um gegenseitig in Balance zu bleiben. Wir müssen heute dringend gegensteuern in Richtung introvertierter Werte, um die verlorene Balance wiederherzustellen.

Mehr zur Bedeutung introvertierter Menschen in einer extrovertierten Welt auf: www.KlaarKimming.org/ressourcen.html#m02_5



Initiative: Tschüß Ellenbogengesellschaft

"Verband pro Sensitivität und Empathie im Beruf e.V." (VSEB) nennt sich eine frisch gegründete Initiative in Nordrhein-Westfalen. Ihr Anliegen: Feinfühligen und sensiblen Menschen eine Lobby in der Berufswelt geben. Gerade solche Menschen seien ein Gewinn für Unternehmen, der sich auszahlt. Ihre Anwesenheit verbessere das Betriebsklima, Streß, Mobbing und Krankmeldungen gingen nachweislich zurück. Mitarbeiter, Kunden und das Unternehmen selbst würden davon profitieren.

Mehr zum Verband auf: www.KlaarKimming.org/ressourcen.html#m05_11



Entscheidungen: Mehr Alternativen schaffen

Die Nerven lägen blank: Es müsse alles ganz schnell gehen, da bleibe keine Zeit zum Nachdenken. Die Politik sei ohnmächtig, den Umständen ausgeliefert, wisse nicht, was sie tun soll. - So erstaunlich offen sprach der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, auf einer Veranstaltung am 10. Oktober in Innsbruck über die Euro-Krise. Die Entscheidungen, die unter solchen Umständen fallen, sind dann - dies könnte das Unwort des Jahres 2011 werden - "alternativlos".

"Wer nur eine Möglichkeit hat", sagte der Arzt Moshe Feldenkrais, "ist in einer Zwangslage. Wer zwei Möglichkeiten hat, steckt in einem Dilemma. Und wer drei Möglichkeiten hat, kann frei wählen." Entscheidungen sind oft unnötig schwierig, wenn wir nur eine einzige Möglichkeit haben. Doch manchmal ist es gar nicht so einfach, eine zweite Alternative zu finden - geschweige denn, eine dritte. Machen Sie es anders, als die Politik, denn es gibt eine kreative Möglichkeit, aus zwei Alternativen gleich vier zu machen.

So machen Sie aus einem Dilemma ein "Tetralemma":
1. Möglichkeit: Alternative A.
2. Möglichkeit: Alternative B.
3. Möglichkeit: Eine Kombination aus A und B - hier heißt es, kreativ zu werden, vor allem dann, wenn A und B einander zu widersprechen scheinen. Nicht gleich aufgeben! Dranbleiben, bis eine Möglichkeit gefunden ist, selbst wenn sie total verrückt erscheint!
4. Möglichkeit: Weder A, noch B. Jetzt wird es vielleicht noch verrückter. Aber auch hier gilt: Dranbleiben und kreativ werden! Müssen Sie lachen über die Gedanken, die Ihnen hier kommen? Gut so, denn Humor erleichtert den Entscheidungsprozeß. Und jetzt haben Sie gleich 4 Möglichkeiten, um Ihre Entscheidung in Freiheit zu treffen.



Termine im November

Im November gibt es nach den zwei erfolgreichen Premieren des Vormonats voraussichtlich nur ein Impulsseminar: Am 16. November gibt es um 19:30 Uhr am bewährten Ort in der Kegelhof Kommunikationsküche in Hamburg-Eppendorf das neugestaltete Seminar "Hochsensibilität verstehen".

Die Medien berichten zunehmend über das Phänomen der Hochsensibilität. Nicht immer wohlmeinend, oft sehen sie darin eine Schwäche, mitunter eine Krankheit. Dennoch: Die Zeit ist reif, das Thema faßt Fuß in der Gesellschaft. Wenn Sie sich dafür interessieren, oder wenn Sie meinen, selbst betroffen zu sein, dann lernen Sie das Phänomen und seine ungehobenen Ressourcen fundiert kennen.

Es ist kein Zufall, daß etwa 20 Prozent der Menschen (wie übrigens auch jeweils 20 Prozent der Individuen vieler höherer Tierarten) hochsensibel sind. Es bietet der Population vielmehr einen klaren Überlebensvorteil. In einer Zeit, da uns die Probleme über den Kopf wachsen, lohnt es sich, diesen Überlebensvorteil wiederzuentdecken. Herzliche Einladung also am 16. November in Eppendorf.

Mehr zum Impulsseminar auf: www.RLuengen.de/termine/termine.html#m014

Mehr zu allen Seminaren auf: www.RLuengen.de



Beruflichen Wandel meistern

Wenn Ihnen Streß und Hektik im Beruf zusetzen, dann bleiben Sie nicht in Ihrer frustrierenden, vielleicht krankmachenden Situation. Veränderung braucht Mut und Ermutigung, gerade wenn der Blick in die Stellenangebote zusätzlichen Frust schafft. Holen Sie sich jemanden an Ihre Seite, der Sie auf diesem herausfordernden Stück Ihres Weges begleitet.

Nicht die aktuelle Arbeitsmarktlage, sondern Ihre Fähigkeiten, Wünsche und Bedürfnisse sind der Dreh- und Angelpunkt der Veränderung. Gemeinsam graben wir Ihre verborgenen Wünsche aus und entdecken Ihre Fähigkeiten, die Sie kaum bemerken, weil sie Ihnen so vertraut sind. Ihr Blick auf Ihre Möglichkeiten weitet sich, Ihr Selbstvertrauen wächst, Ihre Berufung gibt Ihnen innere Sicherheit. Sie wechseln auf dem Arbeitsmarkt aus der Rolle des Bittstellers in die Rolle des Anbieters.

Wenn Sie sich das wünschen, dann vereinbaren Sie einfach ein unverbindliches und kostenloses Kennenlerngespräch mit mir und entdecken Sie, was Ihnen ein Berufungs- oder Bewerbungscoaching bringt.

Reimar Lüngen
Onckenstraße 11
22607 Hamburg

Tel. 040/28 41 09 45
E-Mail info@klaarkimming.org

Mehr auf www.KlaarKimming.org
---------------


Seitenanfang



Zur Newsletter-Übersichtsseite
Zum Newsletter-Archiv


Sie befinden sich hier: Startseite > Newsletter > Newsletter-Archiv > Newsletter November 2011


Stand: November 2011
Impressum