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Newsletter Oktober 2010

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Liebe Interessierte,

die Krise ist vorbei. Das ist zumindest die fast einhellige Meinung der Medien: Die Wirtschaft wächst, der DAX steigt, die Arbeitslosenzahlen sinken. Doch die Immobilien-Subprime-Banken-Finanz-Wirtschafts-Schulden-Währungs-Krise ist ja nicht aus einem Guß, sondern eine Abfolge verschiedener Krisen. Die Banken machen wieder weiter, wie bisher, und die Wirtschaft scheint sich wieder zu erholen - aber die Welle ist weitergerollt.

Jetzt geht es den Staaten schlecht, und daraus folgend auch den Währungen. Was mag das für die Wirtschaft und die Banken bedeuten? Was bedeutet es für uns alle? Und was für die, die heute oder später von staatlichen Leistungen abhängig sind? Nach einer Allensbach-Umfrage fürchten 37 Prozent der Berufstätigen Rentenkürzungen aufgrund hoher Staatsverschuldung. 28 Prozent bangen angesichts der drohenden Inflation um den Wert ihrer privaten Altersvorsorge. Die Krise ist offenbar noch lange nicht vorbei.

Gut, daß der Sozialstaat den Schwachen hilft. Doch wieviel Hilfe ist genug? Wieviel ist zu viel? Ab wann entmündigt Hilfe diejenigen, denen sie hilft - und wird dann zum Faß ohne Boden? Liegt die Antwort in einer Zahl? Oder liegt sie vielleicht eher in weithin verpönten Begriffen wie Freiheit, Selbstverantwortung und Eigeninitiative? Wie können die Bevormundeten lernen, wieder auf eigenen Beinen zu stehen?

Viele Grüße
Reimar Lüngen



"Es schwächt die Schwachen, wenn wir nichts mehr von ihnen erwarten."
- Joachim Gauck, früherer DDR-Bürgerrechtler



Inhalt

> Hartz IV: 5 Euro mehr vom Staat
> US-Staatsanleihen: China verkauft massiv
> UBS: Existenz des Euro in Gefahr
> Termine und Ausblick
> Lebensthema Berufung



Hartz IV: 5 Euro mehr vom Staat

Monatlich 5 Euro mehr gibt es für Hartz IV-Empfänger - peinlich für die Regierung und ein Hohn für die Betroffenen. Aber: Bei fast 7 Millionen Hartz IV-Empfängern bedeutet das fast eine halbe Milliarde Euro Mehrbelastung des Staatshaushalts. 20 Euro mehr hätten über eineinhalb Milliarden gekostet, 100 Euro gar über 8 Milliarden, die zu den 143 Milliarden Sozialetat hinzukämen und über wieder neue Steuern oder Schulden hätten finanziert werden müssen.

Wie konnte es so weit kommen? Die stellvertretende Welt-Chefredakteurin Andrea Seibel nahm Ende September 2010 in einem kontrovers diskutierten Kommentar kein Blatt vor den Mund. Nicht die Banken, sondern der Sozialstaat habe uns an den Rand des Bankrotts gebracht. "Der Staat hat die Unterschicht verstaatlicht, er hat alle ihre Lebensrisiken auf sich genommen." Kein Staat könne die positive Bindung von Familie und Arbeit ersetzen, und schon gar nicht die von Freiheit und Eigenverantwortung.

Die Leser kommentierten im Internet teils stark zustimmend, teils mit krasser Ablehnung. Die Diskussion bringt die Zerrissenheit unserer Gesellschaft zum Ausdruck - so sehr, daß die Kommentarfunktion auf der Webseite inzwischen geschlossen werden mußte. Der Riß geht genau durch die Mitte der Gesellschaft: Einer Umfrage nach sind die Hälfte der Befragten für eine deutliche Erhöhung der Hartz-IV-Sätze, während die andere Hälfte die 5 Euro für ausreichend betrachtet oder sogar eine Kürzung fordert.

Mehr auf: www.RLuengen.de/termine/themen.html#m012



US-Staatsanleihen: China verkauft massiv

Staatsanleihen sind Schuldscheine, mit denen Staaten ihre Schulden finanzieren. Privatanleger oder Zentralbanken anderer Länder kaufen die Papiere, der Staat zahlt ihnen dafür Zinsen. In den letzten Monaten ist es für verschiedene Staaten immer schwieriger geworden, noch Käufer für ihre Anleihen zu finden. Für Anleihen, auf denen der Staat sitzen bleibt, muß er selbst Geld drucken, also aus dem Nichts schaffen - ein Spiel mit dem Feuer, denn es steigert die Gefahr einer unkontrollierbaren (Hyper-)Inflation.

Mitte September geschah das Ungeheuerliche: China und andere Länder kauften nicht wie gewohnt, sondern verkauften in großem Maßstab US-Anleihen. Das hatte Signalwirkung auf andere Anleger. Just in diesem Zeitraum erreichte Gold sein neues Allzeithoch von 1.274,60 US-Dollar - und stieg inzwischen weiter. Gold gilt als "sicherer Hafen" gegen die Inflationsrisiken der Papierwährungen. Die Botschaft des Geschehens: Das Vertrauen in den Dollar geht verloren. Vertrauen aber ist das einzige, was einer an sich wertlosen Papierwährung Wert gibt.

Quelle: Investor Verlag
US-Schuldenuhr: http://www.usdebtclock.org/



UBS: Existenz des Euro in Gefahr

Die Schweizer Großbank UBS sieht Anfang Oktober 2010 die Zukunft des Euro gefährdet. Weder Rettungspakete noch Sparmaßnahmen könnten die Probleme lösen. Der Euro brachte nicht die erhoffte Stabilität für die Union, sondern verstärkte vielmehr die wirtschaftlichen Ungleichgewichte. Den gesunden "Kernländern" Deutschland, Österreich, Niederlande und Finnland stünden die schwächelnden "Peripherieländer" Spanien, Irland, Portugal und Griechenland gegenüber.

Diese Ungleichgewichte würden zwangsläufig zu einer Neuordnung oder Aufspaltung der Währungsunion führen, vielleicht auch zu ihrem Auseinanderbrechen. Um das zu verhindern, müßten einige Länder die Eurozone verlassen, damit der Euro überleben können. Verblüffender Vorschlag der UBS: Am vernünftigsten sei es, daß Deutschland ausscheidet...

Mehr auf: www.RLuengen.de/termine/themen.html#m013



Termine und Ausblick

Das nächste Seminar "Mit Schwung aus der Krise" gibt es am Freitag, dem 22. Oktober in Hamburg-Eppendorf. Der gut angelaufene Workshop "Vom Schwung unserer Berufung" läuft am 15. November ebenfalls in Eppendorf.

Und schon schlägt mein Herz für ein neues, noch wenig bekanntes Thema, dessen Bedeutung mir in kürzester Zeit sehr wichtig geworden ist: Hochsensible Menschen. Knapp 20 Prozent der Menschen haben von Geburt an eine feinere Wahrnehmung, und sie denken gründlicher und fundierter. Ihr Weitblick und ihre besondere Problemlöse- und Beratungskompetenz ist für unsere Gesellschaft eine unendlich kostbare Gabe, auf die wir nicht verzichten können - gerade angesichts der wachsenden Zahl scheinbar unlösbarer Probleme.

Doch da sie leiser und bedächtiger als die meisten anderen Menschen sind, werden sie in unserer lauten, schnellen Welt leicht abgehängt und haben auch selbst den Eindruck, nicht in diese Welt zu passen. Dabei sähe unsere Gesellschaft anders aus, hätten wir sie nicht so radikal an den Rand gedrängt. Ich habe den Eindruck, daß unter meinen Coaching-Kunden überdurchschnittlich viele solcher Menschen sind, und auch in mir selbst entdecke ich so manch hochsensiblen Züge.

Deshalb eine besondere Einladung an alle Betroffenen, die mit ihrer Gabe hadern, zu einem neuen Workshop "Vom Wert der Hochsensiblen" am Dienstag, dem 23. November und gleich noch mal am Donnerstag, dem 9. Dezember. Hier können Sie Ihre Hochsensibilität verstehen, sich mit ihr versöhnen und sie auf gute Weise nutzen lernen. Es gibt Tips, wie Sie sich im Berufs- und Privatleben einerseits schützen, andererseits einbringen können. Eingeladen sind auch nicht-hochsensible Ehepartner, denn das Verständnis der Gabe vermag so manch unverständliche Spannung im Zusammenleben aufzulösen.

Mehr auf www.RLuengen.de



Lebensthema Berufung

Es ist kein Zufall, daß Coaching seinen Durchbruch in den 1980er Jahren hatte - zu der Zeit, als der Computer unsere Gesellschaft durchdrang und veränderte. Seit dem werden Herausforderungen und Entscheidungen in der Arbeitswelt, wie auch im täglichen Leben, immer komplexer. Der Bedarf nach professioneller Wegbegleitung steigt deshalb zusehends.

Unsere Berufung zu kennen und zu leben ist unsere Sicherheit in unsicheren Zeiten - und die beste Antwort auf die Krisenentwicklungen. Wenn Sie unzufrieden sind, Klarheit und Orientierung wünschen, weitere Schritte planen oder gehen wollen, Ihre Berufung suchen oder umsetzen wollen, dann könnte Berufungscoaching etwas für Sie sein. Vereinbaren Sie einfach ein unverbindliches und kostenloses Kennenlerngespräch mit mir und finden Sie heraus, was sich durch Berufungscoaching in Ihrem Leben verändern kann.

Reimar Lüngen
Onckenstraße 11
22607 Hamburg

Tel. 040/28 41 09 45
E-Mail info@klaarkimming.org

Mehr auf www.KlaarKimming.org
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